
In der Nacht wurden wir von Regen überrascht. So das Pat und ich morgens um 2h Aufstehen mussten um die Stühle etc. ins Trockene zu bringen. Durch den Regen brauchte das Zusammenpacken von Zelt und Camping am frühen Morgen etwas mehr Zeit, da alles feucht war.
Um 11h sind wir dann losgefahren um unseren ersten Track in Angriff zu nehmen. Der Pigeon House Mountain Track im Morton National Park starteten wir in Nelligen, das wir ja schon vom Vortag her kannten. In Nelligen kann man sich mit Benzin/Diesel und Lebensmittel eindecken. Dieser Track ist 97,5km lang und zum Angewöhnen ideal, da er nicht sehr anspruchsvoll zum Fahren ist. Den Track hätten wir auch en einem Tag bewältigen können, wir wollten uns aber Zeit lassen und planten eine Übernachtung unterwegs ein. Nach ca. 15km kamen wir zur ersten Flussüberquerung am Currowan Creek, welcher wir auch ohne Probleme bewältigen konnten.
Der Track führte uns zuerst entlang eines Flusses und dann hauptsächlich durch Regenwald. Obwohl wir zwar gut mit Kartenmaterial (elektronisch und Papier) ausgerüstet waren, sind wir einmal kurz vom richtigen Weg abgekommen. Doch das hat sich dann aber als gut herausgestellt, da wir nämlich einen herrlichen Badeplatz am Fluss bei der Shallow Crossing fanden in dem Lyn und ich, ein erfrischendes Bad nehmen konnten. Ausser uns waren etliche Eltern mit ihren Kindern samt Hunden da um den schönen und warmen Tag zu geniessen.
Nachdem wir uns wieder angezogen hatten ging es weiter. D.h. wir fuhren wieder ein Stück zurück um dann die richtige Abzweigung zu nehmen. Nach ein paar Kilometern sahen wir einen Goa (ca. 1 ½ m lange Echse) die die Strasse überquerte. Wir hielten an, doch da war er schon über alle Berge. Dafür wurden Pat und ich von recht grossen Ameisen gebissen, da wir in absolut Bush-untauglichen Schuhen aus dem Auto stiegen. Pat hatte seine Crocks an und ich Flip-Flops!!! Diese hatten wir nach dem Abstecher in den Fluss angezogen da unsere Füsse nass waren und wir noch nicht in unsere Schuhe wollten. So vergass ich da bei der Abfahrt meine Sportschuhe, was mich natürlich extrem ärgerte. Stand ich doch wie eine Obertussi im Bush mit einem Ameisenbiss am Fuss – selbst schuld!
Nach etwa 60km erreichten wir um 16h das Bushcamp Long Gully. Mitten im Regenwald, idyllisch und einsam gelegen empfingen uns bei der Ankunft 3 Kängurus die sich gemütlich auf dem Platz sonnten. Viel war nicht los in diesem Camp, das einzige was wir sahen, waren ein Fahrzeug, zwei kleine Zelte und 3 Fahrräder (1grosses und zwei Kinderfahrräder). Wir machten uns daran einen einigermassen flachen Untergrund zu finden, damit das Auto gerade steht und wir im Zelt nicht umherrollen. Als wir dann das Zelt aufgestellt hatten kam ein Vater mit seinen zwei Kindern (Pia 6 Jahre, und Tim 9 Jahre) auf den Platz. Wir machten uns kurz bekannt und erfuhren dass sie von Brisbane sind und er mit seinen Kindern unterwegs ist um die Ferien zu verbringen. Kurz darauf machte Lyn ihre erste Erfahrung mit einem Bushbewohner (Raupe) die ihr Bein als Weg benutzte und sich dann, als Pat sie entfernen wollte, am Bein festbiss, was Lyn verständlicherweise einen gehörigen Schrecken einjagte. Da wir natürlich nicht wussten ob diese Raupe giftig war waren wir froh den Australier (Namen vergessen) fragen zu können. Er gab Entwarnung und sagte dass es von diesen hier jede Menge gäbe, sie aber nicht giftig wären, das Einzige sei, dass es einen Moment ein wenig bluten würde. Nach diesem ersten Schreck verbrachten wir dann einen sehr gemütlichen Abend zusammen und der Australier gab uns einige Tipps für unsere Reise und zeigte uns auf der Karte gute Spots die es sich zu besuchen lohnt. Lyn, Pia und Tim hatten sich nach anfänglicher Scheu gefunden und konnten dann noch einen Moment Ipad schauen. Um 22h gingen alle schlafen.














