German English French Italian
  • Eine Familie

    Wir, Nathalie, Patrick und unsere gemeinsame Tochter Lyn. Normalerweise wohnen wir in Basel doch seit dem 21. November sind wir in Australien unterwegs.

    Wir wagen das Abenteuer unseres Lebens!

  • Ein Jahr...

    ...lang bereisen wir den Kontinent und wann immer möglich, werden wir hier davon berichten. Geschichten gibt es erfahrungsgemäss viele zu erzählen.

    Diese Geschichten findest du auf unserem Blog

  • Ein Kontinent

    7.7 Millionen Quadratkilometer, 22 Millionen Einwohner, 3 Zeitzonen, 125 Millionen Schafe und 25 Millionen Rinder.

    Wir werden nicht jedes Schaf oder jedes Rind kennenlernen, aber einige davon Laughing

CSR 5. Etappe 7.5km

Geschrieben von: Nathalie Heinzer.


Heute durften wir alle etwas länger schlafen, Abfahrt war ausnahmsweise erst um 11 Uhr, so konnten wir den Tag heute sehr gemütlich beginnen.

Zuerst mussten wir wieder 5 km zurück auf bis auf die CSR fahren, hier wäre eigentlich Well 17, doch konnten wir ihn leider nirgends finden, sehr wahrscheinlich ist auch dieser Brunnen nur noch ein Loch umwachsen von Spinnifexgras. Hier liessen alle nochmals ein wenig Luft aus den Reifen, dann nach weiteren 20 km über einige Dünen kam der Abzweiger Richtung Westen nach Diebel Spring. Hier kontrollierte Pat ob das Diff noch immer undicht war, und leider zeigte sich, dass die Schrauben die er gestern nachgezogen hatte nicht das Problem waren. Das heisst, wir werden die CSR wohl hauptsächlich im 2WD fahren müssen, was erstens zum Fahren viel mühsamer und schwieriger ist und zweitens unseren Landcruiser mehr belastet. Wir werden nur noch bei den Dünen mit sehr tiefem Sand oder bei sehr steilen Dünen den 4WD einsetzen. Roland ist heute eine kurze Strecke mit unserem Landcruiser gefahren um zu sehen wie wir ihn mit dem undichten Diff am besten über die CSR bringen. Somit kam Pat in den Genuss seinen Toyota Landcruiser Turbo zu fahren, was für ihn natürlich ein ganz anderes Fahrvergnügen war. 

Nun fuhren wir 17,9 km bis nach Diebel Spring (um zur Quelle zu kommen muss man einen etwa 500m langen Fussmarsch in Kauf nehme) vorbei an weiteren Felsplateaus und Hügel deren Felsen im Kontrast zum blauen Himmel und den grünen Büschen wunderschön tiefrot leuchteten. Die Fahrt ging durch Busch, über flache Sandpassagen und ein paar nicht zu unterschätzende Dünen und am Schluss über eine Geröllpiste, die uns dann leider einmal mehr einen Pneu kostete. Das ist nun schon der Vierte – sehr lästig! Nachdem alle tatkräftig mitgeholfen hatten das Rad zu wechseln fuhren wir die 17.9 km zurück und bogen wieder in die CSR ein.

Da es nun schon etwas spät war und wir am Anfang der Strecke wegen den Dünen nicht so schnell vorwärts kamen, fuhren wir neute nur noch bis Well 18, welches wir nach insgesamt 77,5 km Tagesetappe erreichten. Dieser Brunnen wurde renoviert (1999) und liefert Trinkwasser. Das wollten wir aber dann doch nicht testen und benutzten das Wasser zum Geschirr Abwaschen und uns ein wenig frisch zu machen. 

Heute gab es – sehr zur Enttäuschung von Lyn – ausnahmsweise kein Lagerfeuer. Hier hatte es kein Feuerholz das wir sammeln konnten, und da niemand für heute Fleisch vom Grill auf dem Speiseplan hatte, wollten wir auch nicht unser Notforrat an Holz brauchen.

Auch heute war das Wetter optimal, blauer Himmel, ein wenig Wind und angenehme warme (etwa 30 Grad) Temperaturen. Am spätem Abend (so ab 19 Uhr !!! das ist für uns schon recht spät, stehen wir doch meistens um 6 Uhr früh auf) verträgt man einen leichten Pulli. Auch nachts waren die Temperaturen bis jetzt ideal zum Schlafen.

CSR 4. Etappe 121.5km

Geschrieben von: Nathalie Heinzer.


Auch heute wieder wie bis jetzt jeden Morgen, Abfahrt um 8.30 Uhr. 

Nach 18 km erreichten wir Well 14, und nach weiteren 17 km und nur einer Düne kamen wir zu Well 15. Dieser Brunnen wurde 1998 restauriert und hat sehr klares und sauberes Wasser. Da wir aber noch genug Trinkwasser haben, füllen wir unsere Vorräte hier nicht auf. 

Wir verliessen Brunnen 15 und nach 18 km kamen wir zum Rankin’s Trolley, benannt nach dem Neuseeländer Murray Rankin, der, begleitet von zwei Engländern, die CSR zu Fuss von Süden nach Norden durchqueren wollte. Für den Transport von Trinkwasser und Proviant benutzten sie einen 2-rädrigen Handkarren der ähnlich wie ein Sulkey oder eine Rikscha aussah. Bei Brunnen 9 brach der Karren von dem einen Engländer bereits zusammen, Rankin und der andere Engländer schafften es noch bis hierhin, doch hier versagte auch ihr Wagen, der Sand hatte sich in den Kugellagern festgesetzt und sie kamen nicht mehr weiter. Sie liessen die Wagen liegen und liefen nach Wiluna zurück. Man stelle sich das mal vor, wir sind nun schon 5 Tage mit dem Auto unterwegs, wie lange man da zu Fuss brauchen würde!! 

20 km und einige Sanddünen weiter stoppten wir bei Brunnen 16, wo wir kurz etwas Kleines assen, immerhin war es schon wieder 12.30 Uhr und unsere Mägen begannen zu knurren. 

Nach  weiteren 18 km, vorbei an den Durba Hills, sehr schönen tiefroten Felsplateaus, sah man von weitem auf einem der Hügel einen Steinhaufen (Canning Cairn). Dieser wurde damals von Canning als Orientierungspunkt errichtet. Um 15 Uhr, nach weiteren 20 km über viele Sanddünen, welche aber immer auch von Büschen bewachsen sind kamen wir in Durba Spring an wo wir heute übernachten werden. Hier trafen wir einen wunderschönen, mit Gras bewachsenen und von hohen Eucalyptusbäumen umgebenen Campspot. Tiefrote Felsen umschliessen die kleine grüne Oase und es hat ein paar kleine Pools, wo man sich waschen oder sogar kurz reinsetzen kann. Hier waren wir dann auch nicht die Einzigen die ihr Lager hier aufschlug. Noch 4 weitere Fahrzeuge machten hier Halt und erholten sich vom vielen Fahren.

Pat musste sich heute mal wieder unter unseren Landcruiser legen um zu schauen was die Ursache für die undichte Stelle am Diff sein konnte. Es zeigte sich, dass sich ein paar Schrauben gelockert hatten. Nachdem diese nun wieder nachgezogen sind und Pat und Roland noch 1 Liter Automatenoel reingeschüttet hatten um das verlorene zu ersetzen, werden wir morgen versuchen mal eine Stunde am Stück mit dem 4WD zu fahren. So werden wir dann sehen ob das Ganze dicht hält.

Nachdem wir das Wasser hier nutzten um uns gründlich zu waschen und ein paar Kleider auszuwaschen, genossen wir hier einen weiteren gemütlich Abend. Roland hat heute in seinem Camp-Oven (grosser Gusstopf) zwei Brote über dem Feuer gebacken. Eines mit Nüssen und eines mit Tomaten und Bier. Gerochen haben sie beide lecker, davon essen dürfen wir dann morgen. Mmmmhhhh....

Tagesetappe heute 121,5 km. Und hier noch ein paar eindrücke der letzte Etappen

IMG_7423010101IMG_7425010101IMG_7429010101IMG_7432010101IMG_7434010101IMG_7437010101IMG_7441010101IMG_7442010101IMG_7444010101IMG_7447010101IMG_7452010101IMG_7459010101IMG_7463010101IMG_7465010101IMG_7468010101IMG_7470010101IMG_7472010101IMG_7477010101IMG_7489010101IMG_7490010101IMG_7515010101IMG_7522010101IMG_7526010101IMG_7531010101IMG_7532010101IMG_7533010101IMG_7534010101IMG_7535010101IMG_7539010101IMG_7545010101IMG_7549010101IMG_7555010101IMG_7564010101IMG_7570010101IMG_7574010101IMG_7578010101IMG_7589010101IMG_7607010101IMG_7609010101IMG_7617010101IMG_7623010101IMG_7624010101IMG_7641010101IMG_7643010101IMG_7644010101IMG_7646010101IMG_7651010101IMG_7658010101IMG_7660010101IMG_7666010101IMG_7672010101IMG_7676010101IMG_7682010101IMG_7684010101IMG_7689010101IMG_7691010101

CSR 3. Etappe 120km

Geschrieben von: Nathalie Heinzer.


Aufgestanden 6 Uhr und Tagebuch geschrieben, dann gabs Frühstück und um 8.30 Uhr war Abfahrt. Nach 21 km erreichten wir Well 9. Heute steht neben dem ursprünglichen Brunnen von A. Canning ein Tank mit gutem Wasser und ein Windrad, beides wurde von den Eigentümern von der Glen Ayle Station (56 km nordöstlich) aufgestellt. Als wir ankamen sahen wir etliche Rinder gemütlich unter den Bäumen stehen und die umliegenden Büsche wurden von zahlreichen Finken besetzt.

Nach weiteren 20 km erreichten wir Well 10 od. auch „Lucky Well“ genannt. Man vermutet, dass das Well diesen Namen bekam, da die Viehtreiber nun wussten, dass sie die unzähligen Sanddünen nun hinter sich gelassen hatten. 

Zwischen Well 10 und 11 überquerten wir die zweite Sanddüne der Canning Stock Route (folgend CSR genannt). Nach weiteren 15 km erreichten wir Well 11 (d.h. heute 56 km gefahren). Bei der Erschliessung und auch Reparaturen der Brunnen von Süden her kamen die Planwagen jeweils nur bis hierhin. Hier wurden sie dann stehen gelassen und auf dem Rückweg wieder mitgenommen. Die Wasserqualität dieses Brunnens reichte nie für Trinkwasser für Menschen, Tiere konnten es aber trinken.

Kurz nach Well 11 fuhren wir am White Lake vorbei und nach ca. 20 km am Lake Aerodrome entlang. Dieser verdankt seinen Namen Snell, dessen Aufgabe es war entlang dieser Strecke ein Landeplatz für Flugzeuge. Er dachte dies sei der perfekte Ort dafür und nannte ihn Lake Aerodrome. Doch er täuschte sich, 1980 blieb ein ganzer Armeekonvoi für 10 Tage auf dem vermeintlich harten Untergrund stecken, bis sie sich wieder herausziehen konnten.

Nach insgesamt 72,4 km stoppten wir um12.30 h für eine Lunchpause. 

Auf der restlichen Strecke überquerten wir mehrere Sanddünen, bei denen wir teilweise mit dem 2WD nicht hinüber kamen und den 4WD zuschalten mussten. Pat hat vor zwei Tagen festgestellt, dass das Differential undicht ist, somit können wir im Moment den 4WD nur zuschalten, wenn wir ihn wirklich brauchen, was natürlich schade ist, denn es wäre wesentlich einfacher im 4WD zu fahren. Unseren Nachtrastplatz erreichten wir um 16 Uhr und nach insgesamt 120 km bei Well 13. Dieser Brunnen ist kaum mehr zu sehen, umwachsten von Büschen und hohem Spinnifexgras sieht man lediglich ein Loch im Boden. Der Platz rundherum ist aber sehr einladend zum Campen.

Es war auch heute wieder landschaftlich super schön und sehr abwechslungsreicht von der Vegetation. Von tiefrotem Sand über steinige Unterlagen durch hohes Spinnifexgras und vorbei an verschiedenen Büschen. Als grosses Highlith haben wir heute sogar einen Thorney Devil gesehen. Dieser ist sehr selten anzutreffen. Ebenso fuhren wir an einem ausgebrannten Auto vorbei, welches wohl der Canning Stock Route nicht gewachsen war und wir überquerten heute mehrere kleinere Sanddünen. Vom Start in Wiluna bis jetzt haben wir insgesamt 416 km hinter uns gelassen, der grosse Tank zeigt noch halbvoll an, allerdings ist die Tankuhr nicht ganz verlässlich, der kleine Tank ist noch voll.

Wir genossen auch hier wieder den Abend beim Lagerfeuer.

CSR 2. Etappe 78.2km

Geschrieben von: Nathalie Heinzer.


Nach einer stürmischen aber trockenen Nacht  war der Himmel auch heute wieder mehrheitlich blau anzutreffen. Briefing um 8.30 Uhr und anschliessend Abfahrt.

Nach 14,6 km durch hohes Spinnifex-Gras und über Lehmpfannen, erreichten wir Well 5. Well 5 ist umgeben von Mulgabüschen und war zum Zeitpunkt als Canning ihn ausheben liess der tiefste auf der ganzen Strecke. Nach weiteren 21,3 km erreichten wir um 11 Uhr Well 6 wo wir alle in den Genuss einer Buschdusche kamen. Hier war nämlich der Brunnen noch in Topzustand inkl. Wasserqualität, nachdem er 1991 von einem Allradclub aus Geraldton restauriert wurde und

Nach Duschen und Mittagessen sind wir dann um 13.15 h wieder losgefahren. Auch dieser Platz war wieder umgeben von Eucalyptus-Bäumen. Nach weiteren 6,5 km stoppten wir bei den Ingeborg Hills auf die man hinaufsteigen kann und vom Lookout eine herrliche Panorama-Aussicht hat. Nach heute insgesamt 78,2 km erreichten wir um 16.00h unseren 3. Übernachtungsplatz. Bis jetzt hatten wir auf der Canning Stock Route noch keine Tiere gesehen, doch heute hatte ein Wallaby mit uns Erbarmen und wartete direkt vor uns auf der Strasse auf uns. Auch unser heutiger Platz zum Schlafen war wunderschön und idyllisch gelegen. Bei wunderschöner Abendsonne und anschliessend gemütlichem Beisammensein ums Lagerfeuer liessen wir den Tag ausklingen.

CSR 1. Etappe 107.5km

Geschrieben von: Nathalie Heinzer.


Nach dem Briefing, an dem Roland die für den jeweiligen Tag in etwa geplante Etappe und Besonderheiten, Abfahrt um 8.30 Uhr bei bereits sehr angenehm warmen Temperaturen. Nach 9,6 km erreichten wir Well 3, welcher umgeben von Eucalptus ist. Via  Cunyu-Track fuhren wir dann bis zu Well 4A und etwas später dann, um 12.30 Uhr, erreichten wir den Platz wo wir eine Stunde Mittagspause machten. Um 13.30 Uhr ging es dann auch schon wieder weiter und nach einem kurzen Fotostopp bei Windich Springs, einer Wasserbecken von mehr als 400m Länge und fast 4 m Tiefe umgeben von hohen Eucalyptus-Bäumen, erreichten wir um 15.45 Uhr nach 107,5 km unseren heutigen Übernachtungsplatz kurz nach Well 4B. Hier wimmelte es nur so von Fliegen und auch die Mücken liessen nicht lange auf sich warten. Lyn war auch heute wieder tatkräftig beim Holzsuchen und Feuermachen dabei. Leider hatte es heute bei der Ankunft kurz geregnet, doch nach etwa einer Stunde hat es dann bereits wieder aufgehört.

Canning Stock Route

Geschrieben von: Nathalie Heinzer.


Da wir ja heute noch vor der Abfahrt unseren Reifenplatten reparieren lassen müssen, machten wir uns schon vor den Anderen auf die Fahrt zurück nach Wiluna, wo es nicht ganz so einfach war jemanden zu finden der das tun wollte. Doch wir hatten Glück, beim dritten Anlauf fanden wir jemand der unseren Pneu für nur 20 AUD reparieren konnte.

Nachdem wir noch 6 Äpfel, zwei Zucchinis und 2 Flaschen Wasser für 21 AUD !!!!! eingekauft und unseren Dieseltank aufgefüllt hatten, trafen wir uns mit den anderen beim einzigen Kaffee im Ort und stimmten uns auf die nächsten zwei Wochen ein.

Um 10.30 Uhr ging’s dann los. Ich muss zugeben, dass ich schon ein wenig nervös war, werden wir doch für eine lange Zeit fernab von jeglicher Zivilisation sein, d.h. sollte jemand ernsthaft krank werden, oder sich schlimm verletzten wäre man nicht innerhalb von ein paar Stunden in einem Krankenhaus. Da es, ausser nach etwa 1000 km, keinen Airstrip der RFLD gibt, und einem auf gewissen Streckenabschnitten auch kein Helekopter erreichen kann, hoffe ich einfach dass wir alle gesund bleiben und das Auto keine grössere Panne hat. Aus diesem Grund sollte man die Canning Stock Route auch niemals allein unter die Räder nehmen. 

Kurz nach Wiluna kam dann das Schild für den Start der Route und wir bogen rechts ab. An der Canning Stock Route hat es insgesamt 54 Brunnen, welche damals errichtet wurden um Wasser für die Rinder, Kamele, Pferde und Reiter zu haben.

Nachdem wir beim Well (Brunnen) 1 und 2 einen kurzen Fotostopp machten, und uns Roland noch etwas dazu berichtete, erreichten wir um 16.15 Uhr, nach insgesamt 109 km, kurz vor Well 3 unseren ersten Übernachtungsplatz. Mitten im Busch stellten wir unsere Zelte auf und dann gab es erstmal ein Bier. Nachdem alle „Ämtli“ wie WC-Loch buddeln, Holz suchen etc. erledigt waren begannen wir schon bald mit dem Kochen. Schliesslich wollten wir wenigstens das bei Tageslicht machen, gegessen haben wir dann bei Kerzenlicht. Die Temperaturen waren tagsüber sehr warm, aber angenehm und auch abends konnte man noch gut im T-Shirt vor einem tollen Lagerfeuer draußen sitzen.

IMG_7332010101IMG_7335010101IMG_7338010101IMG_7341010101IMG_7343010101IMG_7350010101IMG_7352010101IMG_7354010101IMG_7357010101IMG_7360010101IMG_7368010101IMG_7370010101IMG_7376010101IMG_7389010101IMG_7393010101IMG_7396010101IMG_7399010101IMG_7402010101IMG_7403010101IMG_7404010101IMG_7405010101IMG_7406010101IMG_7407010101IMG_7408010101IMG_7409010101IMG_7412010101

Gwalia und der dritte

Geschrieben von: Nathalie Heinzer.


Nach einer sehr stürmischen Nacht mit ein paar Regentropfen wachten wir um 8 Uhr bei Sonnenschein und blauem Himmel auf und unser Campspot entpuppte sich als wunderschön idyllisch, an einem kleinen natürlichen Staudamm gelegen.

Nach einem kurzen Frühstück für Lyn fuhren wir wieder zurück nach Leonora und  machten noch einen kleinen Abstecher nach Gwalia. Das historische Gwalia ist eine der faszinierendsten Plätze der Northern Goldfields. Der Ort wurde in den 1960ern praktisch über Nacht von seinen Einwohnern verlassen, nachdem die Goldmine geschlossen wurde. Er wirkt fast wie eine Geisterstadt und man kann die Häuser besichtigen in denen zum Teil noch ein grosser Teil des damaligen Hausrates zu bestaunen ist. Wirklich sehenswert! Lyn war schwer beeindruckt wie die Menschen damals gelebt hatten.

Nach unserer Besichtigungstour  in Gwalia ging die Fahrt weiter Richtung Norden. Noch 297km lagen vor uns bis wir Wiluna erreichten. Bereits in der Hälfte der Strecke fingen wir unseren 3. Platten ein, was uns doch nun langsam ein wenig beunruhigend finden, dachten wir doch der Fehler bei der Montage der Pneus sei gefunden worden. Vielleicht war es aber einfach nur Pech! Nichtsdestotrotz die Fahrt ging weiter und um etwa 14 Uhr erreichten wir Wiluna. Wiluna ist eine alte Goldminenstadt und Ausgangspunkt für die Canning Stock Route und den Gunbarrel Highway. Zur Spitzenzeit war bei Wiluna die grösste Goldmine von Western Australia. In der kleinen Stadt sieht man heute hauptsäschlich Aboriginies von denen die meisten eher unmotiviert in den Tag hineinleben. Es wurden zwar vor zwei Jahren eine neue Schule gebaut und es ist ein neues kleines Spital in Planung, dennoch wirkt die Stadt eher trostlos. Auf alle Fälle empfiehlt es sich das Auto nie unbeaufsichtigt stehen zu lassen, sonst fehlt mit Sicherheit nachher die Hälfte, oder ganz sicher der Alkohol.

Von Wiluna aus fuhren wir noch etwa 10km nach Osten und erreichten um 14.30h Gunbarrel Laager Travellers Rest, ein kleiner aber feiner Übernachtungsplatz im Outback. Gunbarrel Laager ist eigentlich das Depot resp. Lager vom Gunbarrel Hwy und gleichzeitig werden dort Campspots und einfache units zum Übernachten angeboten. Es wird von einem australischen Ehepaar mit viel Liebe geführt. Es ist zwar alles ein wenig alt, aber sehr sauber.

Um etwa 16 Uhr traf dann Roland Vogel mit seiner Gruppe ein. Morgen werden wir mit ihnen zusammen den Trip über die Canning Stock Route, welche 2000km durch Wüste und Buschland führt, starten. Die Canning Stock Route ist eine alte Viehtrieb-Strecke die anno 1910 von Alfred W. Canning fertig gestellt wurde. Zwei Jahre brauchte er mit seiner Mannschaft um 48 Brunnen zu errichten. Viele verloren bei der Expedition ihr Leben. Ziel war es eine Route zu schaffen auf der man die Rinder von Norden bis nach Süden treiben kann.

Insgesamt sind wir 9 Personen in 5 Autos. Nachdem wir uns alle begrüsst hatten (Hasruedi, Urban, Claudia, Edi, Martin und Roland, alle aus der Schweiz) richteten wir uns ein und es gab heute seit langem wieder einmal ein gemütliches Lagerfeuer. Da hier Winter ist, ist die Zeit des Verbotes des Feuermachens vorüber. Lyn war sofort in ihrem Element und half tatkräftig mit das Feuer zum Brennen zu bringen.

IMG_7203010101IMG_7221010101IMG_7229010101IMG_7231010101IMG_7278010101IMG_7282010101IMG_7285010101IMG_7288010101IMG_7295010101IMG_7299010101IMG_7304010101IMG_7306010101IMG_7310010101IMG_7313010101IMG_7314010101IMG_7320010101IMG_7321010101IMG_7327010101

Newsletter

Registriert euch für unseren Newsletter und ihr bekommt die neusten Information per Mail

Aussie Internet

Australien und Internet, das verträgt sich nicht soooo gut, deshalb kann es sein, dass unsere Homepage nicht immer up to date ist. Neuigkeiten gibt es auch per Newsletter.

Timetable

  • 23. Juni Cape York Trophy
  • 07. Juli Welcome in Cairns
  • 02. Sept. CREB Track
  • 06. Sept. Proserpine
  • 30. Sept. Sydney

Contact us

We would be happy to hear from you!

Panaly (Patrick, Nathalie & Lyn)
Basel, Switzerland

Contact us