Eine Familie
Wir, Nathalie, Patrick und unsere gemeinsame Tochter Lyn. Normalerweise wohnen wir in Basel doch seit dem 21. November sind wir in Australien unterwegs.
Wir wagen das Abenteuer unseres Lebens!

Heute sind wir um 10 Uhr beim Caravanpark losgefahren, anschliessend mussten wir Diesel auffüllen und noch etwas Proviant einkaufen.
Nach 123 km erreichten wir Menzies, ein wirklich kleines Kaff in den Nordern Goldfields. Von dort aus fuhren wir 54 km nordwestlich zum Lake Ballard, einem Salzsee mit Skulpturen des Inside Australia Art Projektes. Über den ganzen Salzsee sind viele kleine Skulpturen verteilt.
Nun mussten wir die 54 km wieder zurück bis nach Menzies fahren und von dort ging die Fahrt entlang des Goldfields Hwy weiter nach Norden bis wir Leonora nach weiteren 103 km um 17.30h bei Dunkelheit erreichten. Nachdem wir nochmals Diesel nachgefüllt hatten gönnten wir uns an der Tankstelle eine Pizza für 12 AUD bevor wir die letzten 10 km für heute unter die Räder nahmen. Wir übernachteten auf dem Camp Spot Malcolm Dam (352) welcher wunderschön idyllisch an einem kleinen natürlichen Staudamm liegt, dies sahen wir allerdings erst am nächsten Morgen.
Nach einer kalten Nacht, fuhren wir hier um 10 Uhr los und erreichten nach etwa 150 km endlich Kalgoorlie.
Kalgoorlie ist mit knapp 31'000 Einwohnern die grösste Inland-Stadt Australiens. Entstanden ist sie in der Zeit des grossen Goldrausches anno 1893, und ist auch noch heute der grösste Goldlieferant Australiens. Imposant ist der Ausblick vom Super Pit Lookout wo man einen beeindruckenden Blick auf die riesige Goldmine (3,8 km lang, 1,35 km breite und 0,5 km tief) werfen kann.
Ebenfalls einen Besuch haben wir dem Visitor Centre des RFDS (Royal flying doctor service) abgestattet. Nach einem Film, der einem die Arbeit und Organisation näherbringt, konnten wir noch einen der Flugzeughangars besichtigen und ein Flugzeug von Innen her anschauen. Beachtlich was es alles braucht, damit auch die Menschen die in ganz entlegenen Orten leben zu einer guten medizinischen Versorgung gelangen. Übrigens das Flugzeug das wir besichtigen konnten wurde in der Schweiz hergestellt – swiss made in Australia!!
Nach dieser sehr interessanten Führung gingen wir zum Auto zurück und hoffen nun, dass wir diesen Service niemals brauchen werden!
Da wir in den nächsten drei Wochen wohl nicht in den Genuss eines Caravan-Parks mit warmen Duschen kommen werden, gönnen wir uns heute nochmals eine Übernachtung auf einem Solchen und hoffen auf eine nicht allzu kalte Nacht.

Heute mussten wir um 10 Uhr unser geschätztes Cabin abgeben und fuhren los in Richtung Kalgoorlie, welches knappe 600 km östlich von Perth entfernt liegt. Doch nachdem wir den Tank mit 172 Liter Diesel gefüllt hatten, stellten wir fest, dass irgendwoher Diesel herausläuft. Da wir annahmen es sei etwas mit unserem neuen Tank nicht in Ordnung fuhren wir zu der Garage die ihn montiert hatte. Dort stellte sich aber fest dass das Überlaufrohr durchgerostet war und wir mussten ein neues montieren lassen. Wir waren froh, dass sie das dort erledigen konnten und kamen mit 100 AUD kosten nochmals mit einem blauen Auge davon.
Nun war es mittlerweile bereits 13.30 Uhr und wir schafften es nur noch bis zur Koorarawalyee Rest Area (322), die wir um 18.30 Uhr erreicht hatten.
Während zwei Wochen (aufgrund des schlechten Wetters haben wir um eine Woche verlängert) haben wir nun unser Cabin auf dem Karrinyup waters Resort Caravan-Park genossen. Leider war das Wetter einmal mehr während unserem Perth-Aufenthalt nicht besonders schön, es hat abgekühlt und es hat praktisch jeden Tag mal mehr mal weniger geregnet und somit waren wir froh nicht im Zelt zu sein.
Unser neuer Diesel-Tank wurde montiert und das Auto ist nun startklar für die Canning Stock Route.
Wir haben noch einen Abstecher in den Kingspark gemacht, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Perth hat.
Am Dienstag 8. Mai hatten wir noch Besuch von David und Wendy, die wir ja in Parry Beach kennengelernt hatten und die in Perth wohnen. Sie sind zu uns zum Abendessen gekommen. Auch Roland Vogel ist unterdessen in Perth eingetroffen und kam auch zu uns, so hatten wir alle zusammen einen sehr gemütlichen Abend. Roland werden wir dann am Sonntag 13. Mai in Wiluna wiedersehen, von wo wir mit ihm und 3 weiteren Fahrzeugen die Canning Stock Route in Angriff nehmen werden.
Am Mittwoch sind wir unsere Vorräte für die nächsten zwei Wochen einkaufen gegangen und alles wurde mit grosser Sorgfalt in unserem Auto verstaut.

Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht, für das dass wir so nahe am Hwy parkten, erreichten wir nach 60 km Perth. Da wir noch viel zu früh dran waren um unser Cabin zu beziehen fuhren wir nochmals zu dem Pneu-Schuppen indem wir unsere Neuen Cooper-Tyres gekauft hatten, denn es gab uns nicht gerade ein sicheres Gefühl innert 10 Tagen gleich zwei Platten einzufangen. Pat bekam für Dienstag einen Termin und dann werden alle Pneus nochmals kontrolliert. Ebenfalls wird dann die „Spur“ nochmals neu eingestellt.
Wir klapperten dann noch ein paar Camping-Läden ab um ein paar kleinere Sachen einzukaufen. Irgendwas braucht man immer, und wenn nicht ich könnte immer was kaufen hier. Unglaublich was man alles mitschleppen könnte, sofern man genug Platz und Geld hätte. Doch da wir bei beidem nicht verschwenderisch sein können schauten wir uns einfach ein wenig dort um. Eigentlich wollten wir uns noch ein sogenanntes Dusch- resp. Toiletten-Zelt kaufen, doch mit 100 AUD ist uns dieser Luxus dann doch zu teuer, also werden wir auch weiterhin im Freien Duschen und Sch............ ;-)).
Um 14 Uhr kamen wir dann beim Tourist Park an und bezogen unser Cabin. Lyn war schon seit dem Aufstehen um 7 Uhr aufgeregt wegen des „Hauses“ und konnte es gar nicht erwarten bis wir endlich hier ankamen.
Nun haben wir also unseren „Wombat“ (Landcruiser) auf unserem eigenen Parkplatz direkt neben dem Cabin (das haben wir nicht mal zu Hause!!) geparkt und treten ein in unser „Heim“ für 7 Tage. Nach fast 4 Monaten im Zelt kommt uns das hier wie eine Luxus-Villa vor. Wohlgemerkt, das Cabin besteht aus nur einem einzigen grossen Raum mit separater Dusche und WC. Doch das ist für uns nach 1m40cm auf 2m50cm (Zelt) schon fast verschwenderisch riesig - erstaunlich wie die Ansprüche schrumpfen können. Lyn freut sich über das Hochbett und für mich ist der grösste Luxus das kleine Badezimmer mit Dusche und WC. Das ist der Hammer wenn ich Mitten in der Nacht einfach aufs WC gehen kann, ohne zuerst aus dem Schlafsack und dem Zelt herunter zu klettern um dann im stockdunklen Busch mit Taschenlampe ein Plätzchen dafür suchen zu müssen. Ich habe mich nach dieser Zeit zwar schon daran gewöhnt und auch keine Probleme damit, aber den Luxus hier geniesse ich trotzdem!! Pat freut sich endlich wieder mal auf einem Sofa herumzuliegen und auf dem 37 Zoll-Fernseher einen Film zu schauen. So sind wir also happy wieder in Perth zu sein, auch wenn unser letzter Aufenthalt hier mit einigen unschönen Erfahrungen vonstatten ging.

Anzac-Day – An diesem Tag gedenkt man all den Soldaten die bis Ende des 1. Weltkrieges gefallen waren.
Doch hier merkte man nicht viel von den Feierlichkeiten, einige Shops hatten offen und wir starteten um 8.30h unsere Tour. D.h. zuerst mussten wir im Shop unsere Wetsuits, Schnorchel, Masken und Flossen anprobieren die wir später ja brauchten. Um 9.30h fuhren wir mit einem kleinen Schiff im Hafen in Richtung Essex Rock los., dort lebt eine kleine Seelöwenkolonie. Nach ca. 30 Min. kam unser Boot dort an und wir wurden bereits von den putzigen Tieren erwartet. Mit uns waren noch 8 andere Schnorchel-Willige auf dem Boot. Nachdem wir uns alle in unsere Ausrüstung gezwängt hatten und nach einer kleinen Info (Anfassen der Seelöwen verboten) sprangen wir freudig ins kühle Nass. Das Boot ankerte recht nahe an der kleinen Insel, die man aber nicht betreten darf. War auch nicht nötig, denn sofort waren wir von vielen Seelöwen umgeben die Spielen wollten. Lyn ist mutig mit uns in Wasser gesprungen und fühlte sich sehr wohl und genoss es mit den Seelöwen zu schwimmen und sie durch ihre Maske genau anzuschauen. Es war wirklich ein schönes Erlebnis zu sehen, wie diese wilden Tiere Freude hatten sich mit uns im Wasser zu bewegen, insbesondere da sie nicht wegen irgendwelchem Futter kommen, denn sie dürfen nicht gefüttert werden.
Nach ca. 1 ½ Stunden hatten die meisten Seelöwen langsam genug und schwommen davon, resp. zu ihrer Insel zurück. Das Boot fuhr uns noch zu einem kleinen Riff wo wir nochmals schnorcheln konnten. Hier war allerdings nicht sehr viel zu sehen, ausser ein paar farbige Fische und Korallen. Auf der Rückfahrt gab es dann Muffins und Tee oder Kaffee als kleine Stärkung und um ca. 13 Uhr waren wir wohlbehalten zurück im Hafen von Jurien Bay.
Auch wenn das Ganze einen stattlichen Preis hatte, hat es sich auf alle Fälle gelohnt diese Tour zu machen. Es wird wohl – auch für Lyn – ein unvergessliches Erlebnis bleiben.
Nach einem kleinen Mittagessen hiess es nun wieder – on the road. Nach nur 40km erreichten wir den Nambung National Park in dem es die berühmten Pinnacles (Tausende Kalksteinsäulen die zum Teil bis zu 4m hoch und wie über eine gelbe Wüstenmondlandschaft verteilt sind) zu bestaunen gilt. Man kann mit dem Auto über einen schmalen Rundweg durch die Mondlandschaft durchfahren oder zwischen den Säulen zu Fuss umherspazieren.
Nach einigen Fotos und einem Besuch des Discovery Centres, wo es eine schöne Ausstellung mit Fotos etc. gibt, fuhren wir weiter in Richtung Perth, hielten aber nach etwa einer Stunde kurz an um etwas zu Kochen, so dass wir noch bei Licht essen konnten. Für Lyn gab es Teigwaren und für uns Thon mit Crackers. Nachdem alles wieder im Auto verräumt war fuhren wir nochmals etwa 45 Min. bis zur Parking Area Jarrahs End (630) wo wir übernachteten. Es war nicht wirklich ein berauschender Übernachtungsplatz, aber dafür gratis, hatten wir doch heute unser Tages-Budget mit der Seelöwen-Tour bereits mächtig überschritten.

Abfahrt bis nach Jurien Bay, wo wir für morgen beim Jurien By Charter’n Dive für CHF 345.00! eine 3-stündige Bootstour mit Schnorcheln bei den Seelöwen gebucht haben. Unser Zelt schlugen wir für eine Nacht hier auf dem Jurien Bay Tourist Park, mit Jumping-Pillow und tollem Spielplatz direkt am Strand, auf. Wir gönnten uns seit langem wieder einmal ein Abendessen in einem Restaurant, da wir keine Lust hatten zu kochen.
Australien und Internet, das verträgt sich nicht soooo gut, deshalb kann es sein, dass unsere Homepage nicht immer up to date ist. Neuigkeiten gibt es auch per Newsletter.We would be happy to hear from you!
Panaly (Patrick, Nathalie & Lyn)
Basel, Switzerland