Eine Familie
Wir, Nathalie, Patrick und unsere gemeinsame Tochter Lyn. Normalerweise wohnen wir in Basel doch seit dem 21. November sind wir in Australien unterwegs.
Wir wagen das Abenteuer unseres Lebens!

Den Morgen verbrachten wir hauptsächlich am Strand mit Sandburg-Bauen. Danach mussten wir uns leider erneut von der Australischen Familie mit ihren vier Kids verabschieden, sie fahren weiter nach Norden. Doch ich bin mir fast sicher, wir werden sie bestimmt in der Nähe von Darwin wieder antreffen ;-)).
Nach Tomaten- und Teigwarensalat zum Mittagessen war ein Spielnachmittag angesagt mit Quartett, Lillifee-Spiel und Triominos.
Anschliessend testeten wir zum ersten Mal unsere neue Busch-Dusche, die Pat ja bereits vor einer Weile für 20AUD gekauft hatte. Sie funktioniert wirklich gut und hat den Vorteil, dass man den schweren Wassersack nicht in die Höhe halten muss.
Seit langem habe ich heute wieder einmal eine Schlange (Death-Adder/giftig) gesehen. Sie schlängelte sich blitzschnell von der einen Seite des Campingplatzes zur anderen.

Heute durfte Lyn den ganzen Tag „Chef“ sein, das hiess sie durfte bestimmen was sie den ganzen Tag Essen, Tun und Lassen will. Was natürlich bedingte, dass unser Gutzi- und Gummibärli-Vorrat drastisch schrumpfte, ebenso musste der I-Pad mehrmals aufgeladen werden!
Nach dem Mittagessen ging die ganze Familie rauf ins Zelt um sich ein wenig auszuruhen, was alle recht nötig hatten.
Am Nachmittag gingen wir zur grossen Sanddüne wo wir auch alle anderen Kids beim Herunterrutschen antrafen.

Heute verbrachten die Kids den ganzen Morgen bei uns mit Uno-, Memory, Schnipp-Schnappspielen und mit Zeichnen. Eine gute Gelegenheit für Lyn englische Wörter zu lernen. Beim Memory haben die anderen ihr jeweils immer das Englische Wort gesagt und Lyn das Deutsche. Gute Lernstunde für alle!
Nach einer Mittagspause sind wir dann alle zum Strand gegangen um die Angel von Lyn ein zweites Mal zu testen, allerdings war die Beute eher mager, ausser Seegras wurde nichts gefangen.
Nach dem Abendessen brachten wir Lyn zu den Anderen wo alle Kids einen TV-Abend geniessen durften. Aschenbrödel, resp. Cinderella auf Englisch. Pat und ich genossen die 90 Min. für uns als der Film zu Ende war holte ich Lyn wieder ab.
Wie schon gesagt, Australien ist doch ein Dorf, treffen wir auch hier alte Bekannte wieder, eine Australische Familie mit 4 Kindern! (ist hier allerdings keine Seltenheit, im Gegenteil, die meisten australischen Familien haben mind. 2 oder mehr Kids, mit nur einem Kind ist man hier fast schon ein Aussenseiter ;-)). Kennengelernt haben wir sie in Südaustralien im Lincoln National Park auf der Eyre Peninsula. Das zweite Mal trafen wir sie in West Australien in der Nähe von Denmark auf der Parry Beach Camp Area wo wir über eine Woche verweilten. Hier schlossen alle Kids, d.h. insgesamt 7, Freundschaft und spielten viel zusammen. Nun trafen wir sie hier wieder und die Freude bei Lyn war gross, hatte sie doch seit zwei Tagen keine Freunde und Spielkameraden mehr hier. Es dauerte auch nicht lange und die Kids (4J., 6J., 7J. und 10 J. alt) holten Lyn zu sich auf den Spot und zeichneten und spielten dort eine Weile zusammen. Danach machte ich mich mit allen Kids zur grossen Sanddüne auf um runter zu rutschen.
Am Nachmittag fuhren wir kurz nach Jurien Bay (12km) um Einzukaufen.
Da wir ja nochmals für eine Weile nach Perth fahren werden, beschlossen wir uns mal für eine Woche ein Cabin in einem Caravan-Park zu gönnen. Ich rief also beim Karrinyup Waters Resort Tourist Park an um zu fragen ob was frei wäre. Wir hatten Glück, denn es war nur noch gerade ein Cabin frei für eine Woche. So reservierte ich dieses für uns und Lyn war ausser sich vor Freude, dass wir seit langem wieder einmal in einem „Haus“ wohnen würden.
Da es nach Regen aussah beeilten wir uns mit Retourfahren, warteten dann aber mit Aufbauen bis der Regen vorbei war, was auch nicht allzu lange dauerte.
Bevor wir zum nächsten Camp-Spot fuhren machten wir noch einen Ausflug zu den Stockyard Gully Caves die etwa 12 km östlich von Leeman zu finden sind.
Diese etwa 300 m lange Höhle, durch die man wenn es Trocken ist hindurchspazieren kann, erreicht man nur mit einem 4WD-Auto über einen sandigen und steinigen Track. Nach einer etwas holperigen Fahrt erreichten wir nach etwa einer halben Stunde den Parkplatz von wo uns ein schmaler Pfad zur Höhle führte. Ausgerüstet mit Taschenlampen, Wasser, Notproviant (man weiss ja nie!!) und gutem Schuhwerk machten wir uns auf den Weg.
Ohne Taschenlampe hätte man nicht mal die Hand vor Augen gesehen, ansonsten war es keine grosse Sache durch das Flussbett, welches durch die Höhle geht, hindurchzustapfen. Nach 300m erreicht man dann das andere Ende der Höhle das ebenfalls von Aussen her zugänglich ist. Beim Ein- und Ausgang der Höhle waren zwei grosse Bienennester zu sehen, wo ein Buntes Treiben herschte.
Wieder zurück auf dem Indian Ocean Drive kamen wir 20 km später im Sandy Cape Recreational Park (426) an. Für 15 AUD Platz kann man es sich hier max. 4 Tage gemütlich machen. Als wir hier ankamen waren nur noch wenige Plätze frei, aber wir fanden einen schönen Spot und bauten unser Zelt auf. Der Camping-Platz liegt direkt am Meer und hat, von der Natur mit einer riesigen Sanddüne ausgestattet, eine super Natur-Rutschbahn wo die Kids mit ihren Sand- oder notfalls auch Surf-Boards herunterrasen können. Der Strand ist schön, so dass man auch baden kann, allerdings war es für unsere Verhältnisse heute noch etwas zu kühl dafür.

Wir fuhren früh los und erreichten nach 400 km Geraldton. Hier mussten wir nebst einer Kleinikgkeit einkaufen auch noch unseren kaputten Pneu reparieren lassen. Pat wollte hier einen neutralen Sachverständigen fragen, ob evtl. die Schläuche von unseren neuen Pneus nicht in Ordnung sind. Schnell fanden wir einen Pneuspezialist, der meinte, das bei der Montage der Pneu’s nicht ganz sauber gearbeitet worden war, d.h. es waren evtl. kleine Rostteilchen von den Splitrims zwischen Schlauch und Pneu gekommen. Das Ganze kostete uns 40 AUD, was ganz o.k. ist, obwohl auch hier mit nicht gerade viel Motivation gearbeitet wurde, war nun alles wieder geflickt.
Beim Einkaufen trafen wir auf dem Parkplatz alte Bekannte wieder. Die australische Familie mit zwei Mädchen die wir auf der Nullarbor kennengelernt hatten und auf dem Caravan-Park in Perth bereits wieder getroffen hatten. Lyn, Nicolas und Luca und die Mädchen (Summer, Kiara) hatten dort Freundschaft geschlossen. Australien ist ja riesengross, und trotzdem trifft man gewisse Leute immer wieder auf einer so langen Reise. Wir haben kurz miteinander geplaudert und sie gaben uns noch einen guten Campspot auf unserem Weg an. Solche Tips sind immer toll und sehr hilfreich. Sie fahren in Richtung Norden, und wer weiss, kann gut sein dass wir uns irgendwo in den Kimberley’s oder Darwin wieder begegnen!
Etwa 100 km weiter südlich fanden wir nochmals einen guten Spot zum Übernachten. Cliff Head North (431) liegt direkt am Indischen Ozean, baden kann man hier allerdings nicht wirklich. Da wir ja aber nur hier schlafen wollten störte uns das nicht weiter. Auch dieser Spot war mit einer Toilette ausgerüstet. Heute Nacht hat es wieder einmal ein wenig geregnet und war kühler. Man merkt die vielen km zwischen Coral Bay und hier gut.

Nachdem wir nicht noch eine weitere Nacht auf diesem Camping-Platz bleiben konnten (alles ausgebucht) versuchten wir unser Glück noch auf dem zweiten Platz, doch auch hier war man sehr unfreundlich und machte keine Anstalten wirklich nachzusehen ob vielleicht doch noch eine Powered-Site frei würde und für eine Unpowered-Site wollten wir nicht 39 AUD bezahlen, erst recht nicht bei so unfreudlichem Personal. Also fuhren wir noch zum Strand damit wir alle nochmal baden konnten. Um etwa 14 Uhr hiess es dann Abschied nehmen von Olsunilu, da wir wieder zurück nach Perth fahren müssen und sie in Richtung Norden weiterfahren werden. Es war eine gute Zeit die wir zusammen verbracht hatten und die Kinder hatten es auch genossen. Irgendwie war es schon komisch sich nach so langer Zeit des gemeinsamens umherreisens sich zu trennen, auch den Kids war das gut anzumerken.
Wir fuhren also los und wollten heute so viele km wie möglich schaffen. Nach 231 km erreichten wir Carnavon wo wir nochmals kurz einkaufen und Tanken gingen. Bei einer ehemaligen Station der NASA (OTC Dish), die zwar jetzt geschlossen ist, aber aufgrund der grossen Satelliten-Schüssel nicht zu verfehlen ist, machten wir noch einen kurzen Foto-Stop.
Nach 81 km auf dem Brand Hwy erreichten wir um etwa 18 Uhr die Edaggee Rest Area (460) welche direkt am Hwy liegt, aber für eine Rest Area sehr gut gemacht, inkl. sauberen Toilette. Nach einem einfachen Nachtessen (Teigwaren mit Ketchup) gingen wir bald schlafen.
Australien und Internet, das verträgt sich nicht soooo gut, deshalb kann es sein, dass unsere Homepage nicht immer up to date ist. Neuigkeiten gibt es auch per Newsletter.We would be happy to hear from you!
Panaly (Patrick, Nathalie & Lyn)
Basel, Switzerland